KI im Business nutzen: So fallen gerade alle Technik-Hürden


Sonntag, ich sitze mit meinem Mann in unserer kleinen Sauna im Garten. Am Tag davor hatte ich einen Umsetzungstag mit meinen VIP-Kundinnen und -Kunden. Während ich mich entspanne, schaut sich die KI die Aufzeichnung an, sucht die Rückmeldungen heraus und schreibt daraus meinen Newsletter. Ich muss ihn nur noch lesen und verschicken. Am Montag kommt darauf die erste Anfrage.

Ohne KI hätte ich diesen Newsletter an einem Sonntag nie geschrieben. Und genau das meine ich, wenn ich sage: KI im Business nutzen heißt heute vor allem, dass die Technik nicht mehr bremst. Welche Hürden gerade fallen und was trotzdem bei dir bleibt, liest du hier. Die ganze Folge hörst du oben.

KI im Business nutzen: Was heißt das konkret?

KI im Business zu nutzen heißt, dass die KI Arbeit übernimmt, die bisher Zeit, Nerven oder einen Dienstleister gekostet hat: Texte schreiben, E-Mail-Kampagnen anlegen, Seiten bauen, Beiträge vorbereiten. Du gibst Ziel und Richtung vor, die KI erledigt die Umsetzung, und du schaust drüber, bevor etwas rausgeht.

Ein paar Fragen, die mir dazu oft gestellt werden:

  • Muss ich dafür programmieren können? Nein. Ich programmiere nicht, und trotzdem baut die KI mir Landingpages, kleine Web-Apps und sogar KI-Agenten. Du beschreibst in normaler Sprache, was du brauchst.
  • Ist das nicht kompliziert? Am Anfang musst du dich einmal richtig mit der KI beschäftigen. Sie muss lernen, wie du schreibst, wie deine Seiten aussehen und für wen du arbeitest. Danach wird es mit jeder Woche leichter.
  • Wofür lohnt es sich am meisten? Für alles, was du regelmäßig machst und was dich trotzdem jedes Mal Zeit kostet. Bei den meisten Coaches, Berater:innen und Expert:innen sind das genau die vier Bereiche unten.

Wie es früher war: Technik als Bremse

Wer ein neues Angebot, einen Lead-Magneten oder ein Webinar plant, hat schon genug damit zu tun, die richtige Ansprache für die Zielkunden zu finden. Das ist bis heute das Wichtigste. Aber danach kam die Technik, und die hat noch einmal ewig gedauert.

Auch bei mir, nach zwölf Jahren in diesem Business. Links, die nicht funktionieren. Passwörter, mit denen ich auf Kriegsfuß stehe. E-Mail-Kampagnen, die noch auf einem alten Stand waren, weil ich ein Angebot geändert und vergessen hatte, die Mails anzupassen.

Und ehrlich: Irgendwann hatte ich auch keine Lust mehr. Ich weiß nicht, wie viele Anmeldeseiten und E-Mail-Kampagnen ich schon gebaut habe. Dass die KI das jetzt übernimmt, ist einfach herrlich. Dann bleibt endlich Zeit für Neues.

Hürde 1: E-Mail-Kampagnen, um dauerhaft in Kontakt zu bleiben

Ich bin ein großer Fan von E-Mail-Marketing. Social Media allein reicht nicht, um dauerhaft mit deinen Zielkunden in Kontakt zu bleiben. Wer eine E-Mail-Liste hat, kann immer Kunden gewinnen. Das gilt seit den Anfängen des Online-Marketings.

Früher: Texte schreiben, alles im E-Mail-Programm anlegen, Tags und Bedingungen festlegen, testen. Bei mir waren das locker ein, zwei Tage, bei meinen Kundinnen und Kunden oft eine ganze Woche.

Heute: Die KI schreibt die Mails in meiner Stimme, nach Vorlagen, die sich bewährt haben. Sie legt die ganze Kampagne als Entwurf in Klick-Tipp an, mit allen Bedingungen: wer welche Mail bekommt und wann die Kampagne stoppt. Ich lese nur noch und gebe frei. Die Kampagne zu meinem KI-Lexikon mit fünf Mails, von der Auslieferung bis zur Einladung zum nächsten Schritt, war in drei Stunden fertig.

Am Umsetzungstag lag bei einer Teilnehmerin nach wenigen Minuten ihr erster Newsletter fertig in Klick-Tipp, in ihrer eigenen Vorlage. Ihr Kommentar: „Ich bin echt platt.“

Wichtig: Den Versand lasse ich die KI nicht machen. Bevor etwas rausgeht, schaue ich drüber.

Hürde 2: Leads einsammeln mit Landingpages und Selbsttests

Neue Leads sind das A und O eines Online Business. Dafür braucht es Landingpages: Anmeldeseiten für Webinare, Lead-Magneten und Freebies. Eine Landingpage ist eine einzelne Seite mit einem einzigen Ziel, zum Beispiel der Eintragung für ein Freebie.

Früher: Baukasten, Vorlage oder Webdesigner, und das hat meistens gedauert.

Heute: Ich beschreibe, was die Seite tun soll und für wen sie ist. Die KI baut sie in meinem Stil, ich prüfe die Vorschau und sage, was anders sein soll. Das klappt, sobald die KI dein Business kennt: wie du schreibst, deine Farben, dein Design.

Genauso schnell entstehen kleine Selbsttests, die bei Zielkunden sehr gut ankommen. Zum Beispiel: „Bin ich eine gute Führungskraft?“, „Sind es die Hormone?“ oder „Welcher Social-Media-Typ bin ich?“. Früher war so etwas kompliziert, heute steht es in kurzer Zeit.

Ein kleiner Haken: Ich hatte plötzlich so viele Ideen für Lead-Magneten, dass ich einige gebaut habe, bevor ich mich darum gekümmert habe, dass meine Zielkunden sie auch sehen. Bauen ist nicht mehr der Engpass.

Hürde 3: Kundenbetreuung mit KI-Agenten

Das ist für mich der eigentliche Spaß: nicht nur Arbeit sparen, sondern etwas bauen, das meinen Kundinnen und Kunden wirklich hilft.

Ein KI-Agent arbeitet eine Aufgabe in mehreren Schritten ab, nach einer festen Anleitung, und nutzt dafür Werkzeuge. In meinen Kursen und Programmen ersetzen solche Agenten nach und nach die vielen Technik-Tutorials. Statt 80 Videos braucht es dann vielleicht noch 10 oder 15, den Rest erledigt ein Agent.

Ein Beispiel: Ich weiß, welchen Aufbau ein skalierbares Online-Coaching-Angebot braucht, welche Bausteine und welche Formulierungen. Genau das steckt in meinem Angebots-Agenten. Meine Kundinnen und Kunden geben ein, für wen das Angebot sein soll, und bekommen einen Entwurf, in dem meine Erfahrung steckt.

Am Umsetzungstag haben wir einen Agenten gebaut, der regelmäßig Karussells für Instagram und LinkedIn vorbereitet, die auf den eigenen Lead-Magneten führen. Den Unterschied macht dabei die Anleitung: welche Einstiege funktionieren, welcher Aufbau Menschen beim Scrollen stoppt. Einfach „Schreib mir einen Post“ ins Chatfenster zu tippen, bringt dir zwar Beiträge, aber selten Aufmerksamkeit.

Die App, in der meine Kundinnen und Kunden diese Agenten nutzen werden, baue ich selbst. Damit habe ich schon über 10.000 Euro gespart, so viel hätte ein Dienstleister gekostet.

Die Frage, die du dir stellen kannst: Was hilft meinen Kundinnen und Kunden, schneller voranzukommen und das, was ich ihnen zeige, auch wirklich umzusetzen? Genau da setzt ein Agent an.

Hürde 4: Sichtbarkeit auf Social Media

Social Media ist mein eigenes Hassthema. Mit Anzeigen war ich sehr erfolgreich, aber das kostet Geld. Organisch posten habe ich selten lange durchgehalten: wochenlang viel, dann wieder Funkstille.

Heute sorgt die KI dafür, dass regelmäßig etwas rausgeht: Podcast-Clips, Karussells und Persönliches von mir. Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Wissen in die Welt zu schleudern. Es geht darum, Verbindung aufzubauen. Ich achte auf eine feste Mischung aus Expertise, Persönlichem und Haltung, nutze echte Fotos statt KI-Bildern, und die KI schreibt in meiner Stimme. Ich schaue drüber und plane ein.

Das Ergebnis: Es kommen wieder mehr Kommentare, Rückfragen und persönliche Nachrichten.

Lass die KI die Regelmäßigkeit übernehmen. Deine Energie gehört dem, was Verbindung schafft: deinen Geschichten, deiner Meinung, deinem Gesicht.

Was trotzdem bei dir bleibt

  • Deine Stimme. Die KI muss einmal lernen, wie du schreibst, mit echten Texten und Nachrichten von dir. Sonst klingt alles nach KI.
  • Deine Freigabe. Alles, was in deinem Namen rausgeht, Geld kostet oder öffentlich sichtbar ist, schaust du dir an, bevor es rausgeht. Gerade am Anfang, denn manchmal erfindet die KI noch etwas.
  • Das Wichtigste: für wen es ist und was draufsteht. Technik war immer eine Hürde, aber nie der Grund, warum jemand bei dir kauft. Was auf deiner Landingpage steht, was in deinen Mails steht, entscheidet, ob sich Menschen mit dir verbunden fühlen. Wer der KI nur „Mach mir eine Landingpage für mein Webinar“ sagt, bekommt in den meisten Fällen etwas, das niemanden interessiert. Shit in, shit out.

Und noch etwas habe ich am Umsetzungstag gehört: „Viele von uns haben gelernt, dass man alles erst ganz genau verstehen muss, bevor man loslegt.“ Das stimmt heute nicht mehr. Mit 50 erst recht nicht: Erfahrung plus KI ist ein unschlagbarer Vorteil.

Deine Aufgabe für diese Woche

Schreib die eine Idee auf, die bei dir seit Monaten wegen der Technik liegt. Gib sie deiner KI mit diesem Satz:

„Ich habe diese Idee: … Erklär mir in einfachen Schritten, wie ich sie ohne Programmieren umsetzen kann und was du davon für mich übernehmen kannst.“

Du musst noch nichts umsetzen. Vielleicht bist du überrascht, wie klein der erste Schritt ist.

Alle Begriffe aus dieser Folge, von der Landingpage bis zum KI-Agenten, findest du ohne Fachchinesisch erklärt im kostenlosen KI-Lexikon.

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Kapitel
[00:00] Die KI arbeitet, ich sitze in der Sauna
[02:45] Wie es früher war: Technik als Bremse
[06:00] Hürde 1: E-Mail-Kampagnen
[09:30] Hürde 2: Leads einsammeln mit Landingpages und Selbsttests
[12:05] Hürde 3: Kundenbetreuung mit KI-Agenten
[17:10] Hürde 4: Sichtbarkeit auf Social Media
[19:40] Was trotzdem bei dir bleibt
[23:05] Deine Aufgabe für diese Woche
[23:35] Meine Umfrage: Was soll die KI für dich erledigen?

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