27. Jun 2016

4 Kommentare

Mindset: Zwei Denkfallen, die Sie davon abhalten, zum Experten zu werden

diese Frage höre ich in unregelmäßigen Abständen von meinen Kunden und Zielkunden immer wieder: Wie kann ich denn Experte sein, wenn ich gerade erst los lege? Ich bin doch noch gar kein Experte…

Das ist natürlich eine absolut berechtigte und verständliche Frage. Und dennoch gibt es für mich nur einen Rat dazu: Lassen Sie Ihre Zweifel so schnell wie möglich hinter sich, erlauben Sie sich das richtige Mindset und machen Sie weiter.

Lassen Sie Ihre Zweifel hinter sich und machen Sie weiter

Warum? Aus zwei Gründen, die gleichzeitig auch die wichtigsten Denkfallen sind, wenn es darum geht, sich zum Experten zu machen.

Grund 1: Wir alle haben irgendwann klein angefangen.

Gerade wenn Sie vielleicht auch einige Schimpftiraden in den sozialen Medien mitbekommen, dass diese ‚Experten’ neuerdings geradezu wie Unkraut aus dem Boden sprießen, lassen Sie sich nicht beirren.

Wir alle haben irgendwann klein angefangen. Jeder Experte, dessen Newsletter Sie vielleicht heute abonniert haben oder dessen Bücher Sie lesen, hat unten angefangen.

Jeder hat Angst davor, nicht genug zu sein

Als ich vor gerade einmal anderthalb Jahren mit Business Celebrity los gelegt habe, hatte ich – genau wie Sie – vor einigen Dingen Angst.

  • Angst davor, so viel zu produzieren, zu schreiben oder zu sagen, ohne dass jemand zuhört.
  • Angst davor, kritisiert zu werden.
  • Angst davor, mich im Angesicht der großen ‚Gurus’ lächerlich zu machen.
  • Angst davor, nicht die richtigen Zielkunden anzuziehen.
  • Angst davor gar nicht wirklich etwas zu sagen zu haben.

Die Angst davor nicht genug zu sein und kritisiert zu werden, sind die größten Hürden, die wir auf unserem Weg zum Experten zu überwinden haben.

Wer bin ich schon, dass ich das äußern darf?

Denn so viele Experten haben schon so viele Follower, sind im Fernsehen, haben Bücher geschrieben, werden ständig interviewt uns so weiter uns so fort. Und wenn man das selbst dann noch nicht hat, fühlt man sich fast schon als Betrüger und fragt sich: Wer bin ich schon, dass ich das äußern oder raten darf? Selbstzweifel, ob man das alles eigentlich wirklich kann, kommen da gerne auf.

Aber: Selbstzweifel sind normal – egal auf welchem Business-Level

Und zwar nicht nur zum Start, sondern in jedem Stadium Ihres Business. Auch wenn Sie kontinuierlich weiter wachsen und besser werden, werden Sie sehen, dass Sie immer mal wieder ‚Zweifel-Zeiten’ haben. Weil an uns allen Kritik natürlich nicht spurlos vorüber geht. Und weil es uns allen passiert, dass ein Kunde mal zurücktritt oder sich etwas anderes erwartet hat als wir geboten haben.

Grund 2: Wenn Sie starten, kennen Sie Ihre Zielgruppe noch nicht gut genug.

Das ist völlig normal. Auch wenn Sie noch so viele Umfragen machen und mit potenziellen Zielkunden sprechen (wozu ich immer gerne rate), kommt die tiefe Erkenntnis über Ihre Zielkunden meist erst mit der Zeit.

Am Anfang nehmen wir an, was unsere Zielkunden beschäftigt und was sie brauchen. Mit mehr Erfahrung wird uns dann aber meist auch schnell klar, was die wirklichen Beweggründe sind, warum jemand mit uns zusammen arbeitet.

Was sind die wahren Beweggründe Ihrer Zielgruppe?

Ich bringe an dieser Stelle immer gern das Beispiel der Ernährungsberaterin, zu der eine Kundin zunächst kommt, weil sie ‚etwas für sich tun will’, sich dann aber im Laufe der Zusammenarbeit doch herausstellt, dass beispielsweise die Angst vor dem Verlust Ihres Lebenspartners dahinter steckt.

Wichtiger als sich hier von den eigenen Perfektionsgedanken (nichts anderes sind das) abhalten zu lassen, ist es, Ihre Zielkunden wirklich kennen zu lernen, zu fragen, sich weiter zu bilden und weiter zu machen. Und sich eben auch bei Ihrem Thema zu erlauben, anzufangen und besser zu werden. Das ist das richtige Mindset, um zum Experten zu werden.

Mindset: Wovon lassen Sie sich noch abhalten?

Und jetzt zu Ihnen? Wovon lassen Sie sich noch abhalten, sich als Experte zu bezeichnen?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare unter diesem Blog-Beitrag.

Auf Ihren Erfolg!

Ihre
Sonja Kreye

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  1. Einer meiner einschränkendsten Gedanken, wenn es darum geht, mich als Expertin zu sehen, ist: „Aber was, wenn ich mal auf irgendwas keine Antwort weiß! Dann blamiere ich mich doch?!“ Ich nehme ihm aber die Wucht, indem ich mir denke, dass ich dann immer noch sagen kann, dass ich das noch recherchieren werde und die Antwort nachliefere. Ich muss als Expertin ja nicht allwissend sein, oder?

    1. Sehr richtig. Man muss nicht alles wissen als Experte und kann das auch nicht. Ich gehe genauso vor. Wenn ich etwas nicht weiß, recherchiere ich es nach 🙂

    2. Hallo Frau Wermann, ich gehe absolut konform mit Ihrem Vorschlag, dass man dann etwas nachliefert, falls man es mal nicht weiß. Und ja, selbstverständlich kann niemand alles wissen – selbst innerhalb einer bestimmten Branche/Nische nicht. Doch gerade das ist es ja was einen Experten ausmacht: Er lernt immer weiter und immer mehr… Diese Eigenschaft führte ja auch dazu, dass man zu seiner derzeitigen Expertise gelangt ist! Dieser Vorgang ist niemals abgeschlossen! Wieso? Na weil es zum einen sehr, sehr viel zu wissen gibt und dann kommen auch noch neue Dinge permanent nach… 😉 Viele Grüße Daniel Münter

  2. Wieder ein schöner Artikel, der wohl vielen Lesern aus der Seele sprechen dürfte. Dazu möchte ich den Lesern die vielleicht noch ein paar Selbstzweifel begleiten und die mit sich hadern ob sie jetzt endlich mal den ersten Kunden akquirieren sollen, das Gewerbe anmelden sollen oder oder ein paar Denkanstöße mitgeben:

    Für den Start: Wenn Sie denken es gibt schon so viele Experten in ihrer Branche… Glauben Sie das Ihre potentiellen Kunden auch genau diese Experten kontaktieren würden? Sind diese greifbar für „Ihre potentiellen“ Kunden? Oder sind Sie es, die „viel näher an dem Kunden XY“ in Ihrer Stadt sind? Vergessen Sie die Denkweise „Aber das gibt es schon“, „das machen schon so viele“, „Ich weiß nicht, ob es das bringt?“ – Fangen Sie an! Stellen Sie sich vor, jeder würde so denken! Es würde kein Fliesenleger, kein Anwalt, kein Geschäft, kein Kaffee mehr aufmachen.. Gibts doch alles schon! Genauso verhält es sich mit Beratern, Trainern, Coaches usw… Also anfangen, machen, Kunden kennen lernen, Kontakte knüpfen, Nutzen stiften, viel kostenlos geben und dann Aufträge erledigen, Referenzen sammeln, Erfahrungen sammeln usw.. Das ganze kumuliert sich auf und zufriedene Kunden wirken wie Multiplikatoren (Virale Effekte, Empfehlungen). Doch all das wäre nicht möglich, wenn man nicht mal irgendwo anfängt!

    Also die Selbstzweifel unbedingt ablegen! Denn diese blockieren einen vehement! Sobald man sich dabei erwischt, dass wieder Zweifel hochkommen in einem, muss man sich sofort ertappen und diese im Keim ersticken. Denn man fängt an so zu denken und ihnen Glauben zu schenken! Was dann passiert beschreibt Confucius sehr gut! Er sagte: “He who who says he can and he who says he can’t are both usually right”.
    Zu deutsch: Der, der sagt er kann und der, der sagt er kann nicht..Beide haben meist recht!

    In diesem Sinne 😉

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